10.05.2020

Liebe Gemeinde,

„Singet dem HERRN ein neues Lied!“ (Psalm 98,1)

 Unsere ersten beiden „coronagerechten“ Gottesdienste liegen hinter uns, beide waren mit jeweils gut dreißig Personen deutlich unter unser anvisierten 40 Personen-Grenze. Wie ihr dem Foto entnehmen könnt, ist noch reichlich Raum für mehr (bei Einhaltung der Abstandsregeln) – im Nebenraum saß nur ein Ehepaar (außerhalb des Fotobereichs), allein dort wäre noch Platz für mindestens zehn weitere Besucher und die Empore war nur mit Jürgen an der Orgel besetzt. Die Geschwister in Sedelsberg wollen ausloten, ob unter den für nächsten Sonntag geltenden Voraussetzungen nicht doch auch vor Ort Gottesdienste möglich sind. Wenn dies gelingt, laden wir bei uns in E’fehn wieder alle Generationen zu um 9:30 Uhr ein. Auch für mehr als 60 Personen sollte ausreichend Platz sein – auf den Kindergottesdienst müssen wir allerdings noch länger verzichten.

Mit einem weitgehend ungepredigtem Text aus 2. Chronik 5 habe ich mich der Frage gewidmet, ob Gottesdienste mit Masken und Hygiene- und Abstandsregeln eigentlich „richtige“ Gottesdienste sein können, auch wenn sie sicherlich nicht „normal“ sind und dies hoffentlich auch nie werden. Uns allen fehlte und fehlt auch nach dem heutigen Sonntag die geschwisterliche Gemeinschaft, das Begegnen im Foyer und bei Tee & Kaffee, darauf müssen angesichts der Covid-19 Gefahr verzichten. Trotzdem war dies heute ein Gottesdienst zu seiner Ehre und uns zum Segen! Unser Herr hat zugesagt, mitten unter uns zu sein, auch wenn wir nur zu zweit oder dritt in seinem Namen versammelt sind. Einmütige Anbetung kann auch mit 1,5m Mindestabstand erfolgen. Allerdings gebe ich gerne zu, dass wir heute von dem Bericht der feierlichen Einweihung des salomonischen Tempels mit allein 120 Trompetern meilenweit entfernt waren. Auf solch musikalisch bewegenden Gottesdienste, wie wir sie zuletzt im Februar mit einem fast sechzigköpfigen Männerchor gefeiert haben werden wir auf absehbare Zeit verzichten müssen – wohl dem, der damals dabei war – so ein volles Gemeindehaus werden wir in Coronazeiten nie erleben können.

Also lasst euch einladen zum kommenden Sonntag um 9:30 Uhr mit Maske vorm Mund und dem Herz am rechten Fleck – bleibt gesund und betet weiter für Gerhard (im Krankenhaus), für Toni in der Reha und für Ronja (die gerne am Mittwoch in ihre Reha gehen möchte).

Soweit mit einem Gruß vom
Pastor, Kai-Uwe Marquard